Der Personzentrierte Ansatz im Spiegel einer Pädagogik der Mündigkeit
##plugins.themes.bootstrap3.article.main##
##plugins.themes.bootstrap3.article.sidebar##
Abstract
Ausgehend von der Frage, inwiefern eine personzentrierte Haltung der bedingungslosen Wertschätzung, Echtheit und Empathie einen wesentlichen Beitrag für eine schulische Kultur der Mitbestimmung und Partizipation bietet, widmet sich dieser Artikel auch dessen Potenzial für einen partizipationsfördernden Habitus von Lehrkräften. Pädagogische Professionist*innen tragen durch ihre Werte und Einstellungen wesentlich dazu bei, ob Teilhabe, „Sich gesehen“ oder „Sich gehört fühlen“ tragende Säulen des gemeinsamen Interaktions- und Beziehungsgeschehen sind oder nicht. Wie zahlreiche Studien aus den Bereichen der Bildungs- und Partizipationsforschung zeigen, gibt es hierzu noch Aufholbedarf. Ein zentraler Grund dieser „Nicht-Partizipation“ liegt neben systemischen, strukturellen und gesellschaftlichen Aspekten von Schule, auch in der Biographie der Lehrkräfte. Sie waren selbst einst Schüler*innen, die ihrerseits unterschiedliche Formen an partizipativen Erfahrungsräume erleben durften, sodass eine Reinszenierung eines solchen Mangels eine potenzielle Einschränkung der eigenen partizipativen Haltung mit sich bringen kann. Der Artikel versucht, die Grundlagen des Personzentrierten Ansatzes als Impulsgeber für die Professionalisierung von Lehrkräften zu nützen, um dessen Beitrag zur Demokratisierung von Lebensverhältnissen im Kontext einer personzentrierten Rahmung sichtbar zu machen. Es soll gezeigt werden, dass der Personzentrierte Ansatz eine „professionelle Haltung‘, bzw. ein ‚professionelles‘ Rollen- und Selbstverständnis stärkt, welches das berufliche Alltagshandeln durch die (Selbst-)Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns bzw. der (Selbst-) Reflexion der eigenen Person und Biografie unterstützt (z. B. Nentwig-Gesemann, 2007; Nentwig-Gesemann et al., 2011; Ross, 2014; Tschöpe-Scheffler, 2014). Dazu werden auch Aspekte von Machtverhältnissen in pädagogischen Organisationen aufgegriffen, die einen wesentlichen konstituierenden Anteil an der Realisierung von Partizipationsmöglichkeiten haben. Den Abschluss bilden Gedanken zum demokratiefördernden Potenzial des Personzentrierten Ansatzes – als Haltung und Hoffnungsträger.
Zitationsvorschlag
Downloads
##plugins.themes.bootstrap3.article.details##
Personzentrierter Ansatz, Personzentrierte Haltung, Mündigkeit, Demokratie, Machtstrukturen, Pädagogische Organisationen (Schule)