Akademisierung und Professionalisierung Personzentrierter Psychotherapie: Eine praxeologische Perspektive

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Veröffentlicht Nov. 1, 2025
Aglaja Przyborski Monika Chlastak

Abstract

Im Zentrum des Beitrags stehen Chancen und Risiken der Akademisierung der Psychotherapie für den Personzentrierten Ansatz. Die disziplinäre Eigenständigkeit von Psychotherapie sowie das Verhältnis von Theorie und Praxis werden zunächst vor dem Hintergrund der Unterschiede der gesetzlichen Regelungen in Deutschland und Österreich diskutiert. Als zentrales Element von Professionalisierung werden verschiedene Formen des Wissens identifiziert. Mit der Dokumentarischen Methode wird anhand einer empirischen Studie das implizite, handlungsleitende Wissen Personzentrierter Psychotherapeut:innen herausgearbeitet und es werden die unterschiedlichen Logiken von Theorie und Praxis beleuchtet. Das Verhältnis der Therapeut:innen gegenüber Klient:innen zeigt sich dabei als ein radikal heterarchisches – eine Gemeinsamkeit mit Praxeologischer Wissenssoziologie im Verhältnis zu ihren Untersuchten und damit eine epistemische Gemeinsamkeit. Vor diesem Hintergrund wird für eine multiparadigmatische Verfasstheit der akademischen Psychotherapie und für die Förderung von praktischem Erkennen auch und vor allem in der akademischen Ausbildung plädiert.

Zitationsvorschlag

Przyborski, Aglaja, und Monika Chlastak. 2025. „Akademisierung Und Professionalisierung Personzentrierter Psychotherapie: Eine Praxeologische Perspektive“. PERSON 29 (2):135-50. https://doi.org/10.24989/person.v29i2.4.

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Keywords

Personzentrierter Ansatz, Praxeologische Wissenssoziologie, Professionalisierung, Akademisierung, Prozessforschung, Gesprächsanalyse, Dokumentarische Methode

Rubrik
Fachbeiträge