Gegenöffentlichkeit der Roma Eine qualitative Inhaltsanalyse zur (Gegen-)Berichterstattung im Fall Maria

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Veröffentlicht Mär 4, 2017
Medienjournal Archiv Raffaela Gmeiner

Abstract

Da Volkgruppenangehörige der Roma medial meist stereotypisiert und verzerrt dargestellt werden und Antiziganismus gesamtgesellschaftlich betrachtet auch heute noch weit verbreitet ist, stellt sich die Frage nach einer Gegenöffentlichkeit der Roma. Aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive fungieren v.a. alternative Medien und Gegenthematisierungen als Strategien der gegenöffentlichen Intervention. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse wird das Verhältnis zwischen Roma-Zeitschriften und österreichischen Tageszeitungen am Fall Maria untersucht. Obgleich die Minderheitenmedien nicht in der Lage waren, die negativen Berichterstattungen seitens der Mainstreammedien auszubalancieren, kam es innerhalb der bürgerlichen Öffentlichkeit zu oppositionellen Meinungsäußerungen, v.a. in Form nichtredaktioneller Beiträge. Folglich ist nicht von einer monolithischen bürgerlichen, sondern von einer Vielzahl an Gegenöffentlichkeiten auszugehen. In Anbetracht der Studienergebnisse erweist sich eine mediale Gegenöffentlichkeit der Roma als ausgesprochen dringlich.

Zitationsvorschlag

Archiv, Medienjournal, und Raffaela Gmeiner. 2017. „Gegenöffentlichkeit Der Roma: Eine Qualitative Inhaltsanalyse Zur (Gegen-)Berichterstattung Im Fall Maria“. MedienJournal 40 (1), 64-79. https://doi.org/10.24989/medienjournal.v40i1.37.
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