Das Verhältnis zwischen Medien und Justiz hat in der Kommunikations­wissenschaft vergleichsweise wenig Beachtung gefunden. Das ist insofern verwunderlich, als die Judikative eine entscheidende Säule im politischen System darstellt. Die Beziehung zwischen Medien und Justiz ist für die Kommunikationswissenschaft auch deshalb ein interessanter Gegenstand, weil erste theoretische Überlegungen auf ein hochgradig ambivalentes Verhältnis hindeuten. Wie sich die Beziehungen in diesem Schnittfeld aus Medien, Justiz und Öffentlichkeit jedoch konkret darstellen, ist bislang weitgehend unerforscht. Der wissenschaftliche und öffentliche Diskurs zum Verhältnis zwischen Medien und Justiz könnte jedoch in hohem Maße von kommunikationswissenschaftlichen Forschungsperspektiven, Modellen, Methoden und Befunden profitieren.

Das Themenheft des Medien Journal versammelt solche Beiträge der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft zum Verhältnis von Medien und Justiz. Wertvoll sind empirische Studien zu den unterschiedlichen Facetten des Verhältnisses genauso wie theoretisch inspirierte Beiträge, die das Verhältnis zwischen Medien und Justiz konzipieren. Frist für die Einreichung von Beiträgen ist der 16. September 2018.