Die Macht des Definierens. Diskurslinguistische Typologie am Beispiel des Burnout-Phänomens Diskurslinguistische Typologie am Beispiel des Burnout-Phänomens

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Published Apr 29, 2022
Theresa Schnedermann

Abstract

Man findet im Burnout-Diskurs einerseits zahlreiche Passagen in fachinternen/-externen Texten, in denen ein „Noch-nicht-(genug)-Wissen“ oder „unsicheres Wissen“ (Janich 2018: 557) und eine zu wenig trennscharfe, ungenaue Verwendung des Begriffs und das Fehlen einer validen, allgemeingültigen, eindeutigen Definition des Phänomens konstatiert werden. Dieser offensichtlichen Kritik steht allerdings der konvergente Leseeindruck entgegen, der sich in Bezug auf die begriffliche Fassung bzw. Definition von ›Burnout‹ einstellt, wenn man Texte von 1975-2018 zu diesem Phänomen sichtet. Von diesen Beobachtungen ausgehend, analysiert die hier vorgestellte Dissertation: 1.) wie ein psychosomatisches Phänomen, das spezifikationsbedürftig erscheint, in Fach-, Medien- und Vermittlungstexten vor dem Hintergrund fachkultureller, sozialer und diskursiver Bedingungen definiert wird, 2.) wie bestimmte definitorische Merkmale und Definitionsformen sich trotz Kritik über die Zeit im Diskurs durchsetzen und 3.) in welcher Weise sich medizinische/psychologische und fachexterne Ansprüche an die Tätigkeit des Definierens und sprachliche Mittel und diskursive Praktiken des Definierens unterscheiden oder ähneln und sich in Typen diskursiver Praxis des Definierens verdichten lassen.

How to Cite

Schnedermann, Theresa. 2022. “Die Macht Des Definierens. Diskurslinguistische Typologie Am Beispiel Des Burnout-Phänomens: Diskurslinguistische Typologie Am Beispiel Des Burnout-Phänomens”. Fachsprache 44 (1-2):102-7. https://doi.org/10.24989/fs.v44i1-2.2031.
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