Barrieren im interkulturellen Diskurs Kommunikationskulturen zwischen Interkulturalität und Transkulturalität

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Veröffentlicht Mär 19, 2017
Thomas Herdin

Abstract

Interkulturelle Forschungen setzen sich vorwiegend mit kulturellen Unterschieden auseinander. Sie kategorisieren dabei kulturelle Eigenheiten, oftmals unter Verwendung nationalstaatlicher Forschungsperspektiven. In Zeiten fortschreitender Globalisierung wird allerdings die Annahme homogener Kulturen zunehmend obsolet, weshalb das Konzept der Interkulturalität von einem transkulturellen Paradigma abgelöst zu werden scheint. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass eine Differenzierung zwar notwendig ist, jedoch nur eine Kombination beider Sichtweisen kulturelle Dynamiken in ihrer Gesamtheit erfassen kann. Auf diesen Überlegungen aufbauend wird das populäre Konzept der Kulturtypologien kritisch hinterfragt. Typologien beruhen auf einer vereinfachten dichotomen Aufbereitung kultureller Unterschiede. Am Beispiel des weit verbreiteten Dualismus Individualismus/Kollektivismus wird gezeigt, dass dieses Konzept trotz seiner Popularität nicht nur an Erklärungskraft einbu?ßt, sondern kaum geeignet ist, kulturelle asiatische Muster zu durchdringen. China gilt als Prototyp einer kollektivistischen Kultur. Diese reduzierte, vereinfachte, in gewissem Sinne sogar stereotypisierende Kategorisierung wird von asiatischen WissenschafterInnen zuru?ckgewiesen. Es wird ein kultursensibles Modell vorgestellt, das limitierende eurozentristische Grundannahmen neutralisiert und asiatische Aspekte integriert, um differenziertere Kulturanalysen zu ermöglichen.

Zitationsvorschlag

Herdin, Thomas. 2017. „Barrieren Im Interkulturellen Diskurs: Kommunikationskulturen Zwischen Interkulturalität Und Transkulturalität“. MedienJournal 38 (2):20-31. https://doi.org/10.24989/medienjournal.v38i2.99.
Abstract 241 | PDF Downloads 1

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