Diversität und Radio Repräsentanz und Framing von MigrantInnen in österreichischen Radionachrichtensendungen

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Veröffentlicht Mär 16, 2017
Cornelia Brantner Petra Herczeg

Abstract

Da es im Bereich der Erforschung der Repräsentanz und Darstellung von MigrantInnen und Migration im Radio erhebliche Forschungslücken gibt, hat die vorliegende Studie die Migrationsberichterstattung in den Nachrichtensendungen privater und öffentlich-rechtlicher österreichischer Radiostationen untersucht. Die Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse zeigen, dass die analysierten Radionachrichten zum großen Teil fair und ausgewogen waren und die Unterschiede zwischen den Sendern nicht an einer Abgrenzung zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern festgemacht werden konnten. Während der Themenbereich Ausländerkriminalitat in Vergleichsstudien einen hohen Stellenwert hatte, fand die vorliegende Analyse weit weniger Beiträge, die das Thema behandelten. Auch das Framing von Migration aus einer Schaden-Perspektive und eine negative Bewertung von MigrantInnen fand sich in den analysierten Nachrichten weniger oft. Es zeigte sich die Dominanz eines Patronanz- oder Beschützer-Frames, in dem für MigrantInnen Stellung bezogen wurde, jedoch gleichzeitig MigrantInnen nicht für sich selbst sprechen konnten. Migrant/inen kommt im Radio also selten die Sprecherfunktion und somit Interpretationsmacht zu.

 

Zitationsvorschlag

Brantner, Cornelia, und Petra Herczeg. 2017. „Diversität Und Radio: Repräsentanz Und Framing Von MigrantInnen in österreichischen Radionachrichtensendungen“. MedienJournal 39 (2):53-72. https://doi.org/10.24989/medienjournal.v39i2.69.
Abstract 294 | PDF Downloads 91

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