The Barad's Tale, oder: Ist Doom ein Ding? Digitale Spiele aus der Perspektive des Neuen Materialismus

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Veröffentlicht Mai 31, 2021
Gerrit Fröhlich

Abstract

Sind digitale Spiele Dinge? Die Materialität des Digitalen wird in der Theorie insbesondere von hardware- und softwareorientierten Strömungen jeweils unterschiedlich aufgegriffen. Die umfassend aufgearbeitete Geschichte des Spiels Doom gibt dabei jedoch Hinweise darauf, dass die Frage nach seiner Dinghaftigkeit nicht allein wegen seiner multiplen Materialisierungen, sondern vor allem wegen seiner Fluidität und der nicht ziehbaren Grenzen seiner Produktions- und Rezeptionsgeschichte mit Verweis auf seine Soft- oder Hardware alleine nicht zu beantworten ist. Deshalb wird im vorliegenden Beitrag unter Berücksichtigung des Agentiellen Realismus nach Karen Barad der Vorschlag unterbreitet, die Produktion und das Spielen digitaler Spiele wie Doom als Teile eines Apparats zu verstehen. Dabei ist weder der Prozess des Schaffens digitaler Spiele noch der ihres Spielens als Interaktion digitaler Dinge mit menschlichen Akteuren zu verstehen; vielmehr gehen diese aus vielfältigen Intraaktionen in einem Möglichkeits- bzw. Unmöglichkeitsraum erst hervor und gewinnen hier ihre Differenz zueinander. Kreatives Schaffen sowie die Spielbarkeit selbst stellen Qualitäten dieser intraaktiven Beziehungen dar. Bei Spiele-Apparaten handelt es sich aus dieser Perspektive um nicht fest eingrenzbare Sets an materiell-diskursiven Verschränkungen, die sich fortwährend immer wieder in medialen Dingen niederschlagen.

Zitationsvorschlag

Fröhlich, Gerrit. 2021. „The Barad’s Tale, Oder: Ist Doom Ein Ding? Digitale Spiele Aus Der Perspektive Des Neuen Materialismus“. MedienJournal 45 (1):24-36. https://doi.org/10.24989/medienjournal.v45i1.1921.
Abstract 91 | pdf Downloads 0

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Keywords

Digitale Materialität, Agentieller Realismus, Science & Technology Studies, Game Studies, Game Design

Rubrik
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