Kommunikative Affordanzen digitaler Medientechnologien. Skizze eines kommunikationstheoretischen Forschungsprogramms zur Analyse der Materialität von Medien

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Veröffentlicht Mai 31, 2021
Indra Bock Florian Muhle Henning Mayer

Abstract

Der Beitrag entwickelt aus kommunikationstheoretischer Perspektive einen Vorschlag für ein medien- und kommunikationssoziologisches Forschungsprogramm zur Untersuchung der Materialität digitaler Medientechnologien. Dieser zielt – anders als konkurrierende praxistheoretisch orientierte Vorschläge – darauf, weder von einer allgemeinen Materialität des Sozialen auszugehen noch jegliche Form des Mediengebrauchs zum Gegenstand der Forschung zu machen. Stattdessen geht es darum, spezifischer zu untersuchen inwiefern die Gestalt(ung) und Operationsweise von Medientechnologien strukturiert und begrenzt, was als Kommunikation möglich ist. In den Blick geraten damit die kommunikativen Affordanzen von Medientechnologien, wie sie bisher vor allem in der konversationsanalytisch orientierten Forschung untersucht werden. Die empirische Fruchtbarkeit des skizzierten Programms wird exemplarisch anhand einer Fallanalyse vorgeführt, in der die Affordanzen einer interaktiven Medientechnologie sowie ihr Einfluss auf konkrete kommunikative Formenbildungen skizziert werden. Bei der Technologie handelt es sich um einen verkörperten Agenten, der in einem Computermuseum als virtueller Museumsführer eingesetzt wird.

Zitationsvorschlag

Bock, Indra, Florian Muhle, und Henning Mayer. 2021. „Kommunikative Affordanzen Digitaler Medientechnologien. Skizze Eines Kommunikationstheoretischen Forschungsprogramms Zur Analyse Der Materialität Von Medien“. MedienJournal 45 (1):37-51. https://doi.org/10.24989/medienjournal.v45i1.1915.
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Keywords

Materialität, Kommunikationstheorie, Affordanzen, verkörperte Agenten, Mediensoziologie

Rubrik
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