Verantwortung und Nachhaltigkeit in Theorie und Empirie Eine Synopse des Forschungsstands und Anschlussmöglichkeiten für die Kommunikationswissenschaft

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Veröffentlicht Mär 26, 2017
Stefan Jarolimek Juliana Raupp

Abstract

Angesichts des Mangels an einer systematischen Aufstellung theoretischer und empirischer Erkenntnisse zur Kommunikation gesellschaftlicher Verantwortung – die inzwischen ausgesprochen vielf.ltig sind –, unternimmt der Beitrag den Versuch, das Forschungsfeld der CSR-Kommunikation zu systematisieren. Wir ordnen wesentliche Befunde der empirischen Forschung nach methodischen und thematischen Gesichtspunkten und referieren im zweiten Schritt unterschiedliche theoretische Modelle und Ansätze. Abschließend zeigen wir Anschlussmöglichkeiten der Erforschung der CSR-Kommunikation fu?r die Kommunikations- und Medienwissenschaft auf. Wir ordnen diese der gesamtgesellschaftlichen Makroebene, der Organisationsebene sowie der akteursbezogenen Mikroebene zu. Die Kommunikation von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung steht seit einigen Jahren vermehrt in der Diskussion. Verantwortung als Schlu?sselbegriff der Ethik (vgl. Schicha 2011) verrät, dass es hierbei vor allem um die moralischen Absichten bzw. um die vermuteten strategischen Ziele der Unternehmen geht. In der theoretisch-begrifflichen Abgrenzung konnte bislang kaum Klarheit geschaffen werden, da die Debatte nicht nur von zahlreichen Wissenschaftsdisziplinen, sondern auch von einer großen Zahl von Praktikern beeinflusst und vorangetrieben wird. Die Konzepte der Nachhaltigkeit, meist zuru?ckgefu?hrt auf den Brundtland-Bericht der 1980er Jahre, und das der gesellschaftlichen Verantwortung, beruhend auf den philanthropischen Grundsätzen der Industrialisierung und Bowens (1950) Begriffsschöpfung, können mittlerweile als synonym betrachtet werden. In der Praxis sind Sustainability-Report, Nachhaltigkeits- und CSR-Bericht formal wie inhaltlich gleichgestellt. Spätestens mit der Übernahme der Triple-Bottom-Line (erstmals Elkington 1999) besitzen CSR- und Nachhaltigkeitskommunikation dasselbe Fundament: Soziale, Ökonomische und Ökologische Dimensionen von  Verantwortung und Nachhaltigkeit.1)  Gleichwohl bleibt die eingangs erwähnte Heterogenität des Forschungsfeldes bestehen, die Archie B. Carroll (1994, 14) verdeutlicht, wenn er von einem „eclectic field with loose boundaries, multiple membership and different perspectives“ spricht. In der Kommunikationswissenschaft unternehmen einige Sammelbände nunmehr den Versuch, diese Debatte in ihrer Breite und Heterogenität darzustellen und eine Systematisierung unterschiedlicher Zugänge zu leisten (vgl. etwa Schmidt/Tropp 2009, 9; Raupp/Jarolimek/Schultz 2011, 10). Deutlich wird hierin nicht nur die Vielfalt der theoretischen Positionen und empirischen Herangehensweisen, sondern der Mangel einer systematischen Aufstellung der theoretischen und empirischen Erkenntnisse im Hinblick auf CSR-Kommunikation. Im Folgenden skizzieren wir entsprechend den Stufen der Theoriebildung zunächst den Stand der empirischen Forschung, der sich in den Anfängen weitgehend auf die Deskription stu?tzt, um danach theoretische Modelle und Ansätze zu entfalten. Abschließend zeigen wir Anschlussmöglichkeiten fu?r die Kommunikations- und Medienwissenschaft auf.

Zitationsvorschlag

Jarolimek, Stefan, und Juliana Raupp. 2017. „Verantwortung Und Nachhaltigkeit in Theorie Und Empirie: Eine Synopse Des Forschungsstands Und Anschlussmöglichkeiten für Die Kommunikationswissenschaft“. MedienJournal 35 (1):16-29. https://doi.org/10.24989/medienjournal.v35i1.172.
Abstract 444 | PDF Downloads 1

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