Übertragung ist dort, wo die Angst am stärksten spürbar ist. Förderliches und Hinderliches im Umgang mit Angst in der Übertragung
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Abstract
Negative Übertragungen stellen eine zentrale Herausforderung im psychotherapeutischen Prozess dar, insbesondere bei Patient:innen mit Borderline-Persönlichkeitsorganisation, bei denen sie häufig bereits zu Beginn der Behandlung auf tritt. Dieser Artikel untersucht, wie die Angst der Therapeut:innen vor Ablehnung, Aggression oder unangenehmen Reaktionen dazu führen kann, dass positive Übertragungen bevorzugt und negative Affekte wie Wut, Scham, Neid oder Ekel vermieden werden. Diese Vermeidung kann in engem Zusammenhang mit unbewussten Ängsten der Behandelnden stehen und kann den therapeutischen Prozess erheblich blockieren. Zudem wird beleuchtet, wie unbewusste Wiedergutmachungsbestrebungen beschädigter innerer Objekte der Therapeut:innen weitere Herausforderungen mit sich bringen können. Zur Veranschaulichung werden zwei Kasuistiken vorgestellt: In der ersten konnte die Auseinandersetzung mit negativen Übertragungen und die Identifikation negativer Teilobjekte nicht ausreichend gelingen; in der zweiten führte das Durcharbeiten der negativen Übertragung zu einer spürbaren Distanzierung von destruktiven Objektbeziehungsrepräsentanzen und förderte eine bessere psychische Integration.
Zitationsvorschlag
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Negative Übertragung, Wiedergutmachung, Rollenübernahme