Effekte des Autogenen Trainings auf verschiedene Symptome und auf einzelne Streßverarbeitungsmaßnahmen bei Erwachsenen im normalen Alltag

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Veröffentlicht Jan. 1, 2000
Helene Lytwin

Abstract

Dargestellt werden die Untersuchungsergebnisse der Wirksamkeit des Auto- genen Trainings auf verschiedene Streßverarbeitungsmechanismen, auf verschie- dene psychische und somatische Probleme und psychosomatische Beschwerden bei einer Zufallsstichprobe von gesunden weiblichen und männlichen Erwach- senen im normalen Alltag. Zur Überprüfung der Wirkung des Autogenen Trainings auf verschiedene Streßreaktionen wurden 20 freiwillige Kursteinehmer von zwei Autogenes-Trainings-Anfängerkursen herangezogen und mit 29 weibli- chen und männlichen Malkursteilnehmern, die das Autogene Training nicht durchführten und ebenfalls freiwillig an dieser Studie teilnahmen, verglichen. Die erste Erhebung fand jeweils vor Beginn der einzelnen Kurse statt, und die zweite erfolgte nach 10 Stunden, nach Beendigung des Kurses für Autogenes Training, für beide Untersuchungsgruppen. Die einzelnen Effekte der Streß- reaktionen wurden bei beiden Gruppen mit dem Streßverarbeitungsfragebogen (SVF) zu beiden Meßzeitpunkten erfaßt. Die Ergebnisse zeigten, daß das Autogene Training erfolgreich signifikant das Bedürfnis nach sozialer Unter- stützung, sozialer Abkapselung und Aggression als Streßreaktion entsprechend verändern konnte. Beide Gruppen wiesen eine vergleichbare signifikante Abnahme der Streßreaktionen: Gedankliche Weiterbeschäftigung, Selbstbemit- leidung und Fluchttendenz auf. Keine Veränderungen zeigten die übrigen Streßverarbeitungsmaßnahmen des Fragebogens. Der Effekt des Autogenen Trainings auf die psychische, somatische und psychomatische Beschwerden- situation wurde mit den gleichen Stichproben zu gleichen Meßzeitpunkten mit der änderungssensitiven Symptomskala (AT-SYM) erfaßt. Die Stichprobengröße der beiden Gruppen änderte sich jedoch durch die nicht vollständige Bearbeitung aller Subskalen. Das Autogene Training zeigt eine signifikant posi- tive Wirkung auf körperliche und psychische Erschöpfung und Schmerz- belastetheit. Vergleichbare signifikante Verbesserungen bei beiden Gruppen zeig- ten sich bei Nervosität und innerer Anspannung, psychophysiologischer Dysregulation, Leistungs- und Verhaltensschwierigkeiten und der gesamten Problembelastetheit und Beschwerden. Kein signifikanter Effekt fand sich bei der Subskala: Probleme der Selbstbestimmung und -kontrolle. Die Vorzüge dieser Wirkungen des Autogenen Trainings als gute psychische Gesundheits- vorsorgemaßnahme zur Unterstützung der Lebensqualität bei gesunden Erwach- senen im normalen Alltag werden hervorgehoben.

Zitationsvorschlag

Lytwin, H. (2000). Effekte des Autogenen Trainings auf verschiedene Symptome und auf einzelne Streßverarbeitungsmaßnahmen bei Erwachsenen im normalen Alltag. Imagination, 22(2), 59–80. https://doi.org/10.24989/ig.v22i2.3947

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